Feuerwehr Mundelsheim

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Löschangriff

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Die unterschiedlichen Löschgeräte haben meist nicht nur eine, sondern auch mehrere Wirkungen beim Löschen. Die Hauptlöschwirkung ist die, welche den größten Einfluss auf die Verbrennung hat. Bei Wasser ist es die abkühlende Wirkung, bei Schaum hingegen das Ersticken. Es gibt verschiedene möglichkeiten ein Feuer zu löschen. Entscheidend ist das man bei einem Brand das richtige Löschgerät wählt.


Hohlstrahlrohren

Bei Hohlstrahlrohren wird das Wasser durch eine ringförmige Düse geleitet, so dass ein hohler Wasserstrahl entsteht, der jedoch durch bestimmte Techniken wie einen festen oder rotierenden Zahnkranz mit Tropfen gefüllt werden kann, was eine bessere Wasserverteilung und somit auch eine wirkungsvollere Rauchgaskühlung zulässt. Ein Vollstrahl aus einer solchen Ringstrahldüse ist stabiler (geringeres Ausregnen) als ein herkömmlicher Vollstrahl ("Stabstrahl") und erreicht eine höhere Wurfweite. Es kann damit außerdem stufenlos ein Sprühkegel von teilweise bis über 120° erreicht werden. Dazu kann noch der Durchfluss des Hohlstrahlrohren geregelt werden. Somit kann der vorgehende Strahlrohrführer einen wassersparenden und dynamischen Löschangriff durchführen. Hohlstrahlrohren gibt es in den Größen B und C.

  Details:                                                                    

Modell: ULTIMATIC FO6
Durchfluss: 60-400  l/min.
Kupplung: C
Druck: pR 6 bar
Gewicht: 2 kg

  Details:                                                                  

Modell: JETMATIC PP
Durchfluss: 200-950  l/min.
Kupplung: B
Druck: pR 6 bar
Gewicht: 3,6 kg

 


Strahlrohren

Da bei Strahlrohren eine so starke Rückkraft entsteht, dass diese unmöglich von einem Trupp allein gehalten werden können, werden sie üblicherweise zusammen mit einem Stützkrümmer eingesetzt, welcher 1/3 der Kraft über den Schlauch zum Boden ableitet. Ohne Stützkrümmer oder bei unsicherem Stand müssen drei oder vier Feuerwehrleute das B-Rohr halten. Der Vollstrahl wird über eine einfache Hohldüse geformt (Stabstrahl). Durch Drehen am Absperrorgan kann im Strahlrohr zusätzlich ein Störkörper in den Wasserstrahl gebracht werden, so dass eine Auffächerung des Strahls erreicht wird (Drallstrahl). Auf Grund der größeren Flexibilität und dem besseren Strahlbild werden in den letzten Jahren, insbesondere zur Brandbekämpfung in Gebäuden, verstärkt Hohlstrahlrohre an der Stelle von Mehrzweckstrahlrohren eingesetzt. Mehrzweckstrahlrohre gibt es in den Größen B, C und D.

  Details:                                                                   

Modell: BM Strahlrohr
Durchfluss: 300  l/min.
Kupplung: C
Druck: pR 6 bar
Gewicht: 2,4 kg

 

  Details:                                                                   

Modell: BM Strahlrohr
Durchfluss: 800  l/min.
Kupplung: B
Druck: pR 6 bar
Gewicht: 3,4 kg

 


Verteilen

Sie dient dem Verteilen des Löschmittels von einer Zuleitung auf mehrere Schlauchleitungen oder in Sonderfällen auch dem Sammeln von Löschwasserströmen aus mehreren Leitungen. In DIN 14 345 sind zwei Arten von Verteilern genormt: Der B-CBC-Verteiler und der C-DCD-Verteiler, wobei der B-CBC-Verteiler deutlich häufiger verwendet wird. Um einen „Schlauchsalat“ an der Einsatzstelle zu vermeiden, gibt es eine festgelegte Reihenfolge für das Anschließen von Leitungen an den Verteiler (alle Angaben in der Richtung des Wasserstroms): C-Rohre: 1. Rohr links , 2. Rohr rechts, 3. Rohr Mitte.


Hydroschild

Das Hydroschild besteht aus einem Metallrohr, an welchem an einer Seite zur Wasserzufuhr eine C- oder B-Kupplung und an der anderen Seite eine unten flache und oben abgerundete Metallplatte angebracht ist. Zur einfacheren Handhabung ist das Hydroschild mit einem Tragegriff versehen. Nachdem das Löschwasser auf die Metallplatte trifft, erzeugt es je nach Wasserdruck, Gerätetyp und Wasserdurchflussmenge (800 - 1700 l/min) eine bis zu 10 Meter hohe und 30 Meter breite Wasserwand. Hydroschilder werden zur Abschirmung gegen Wärme, Flammen, Rauch und zum Niederschlagen von Dämpfen oder zum Schutz von Personen oder Objekten gegen Rauchentwicklung eingesetzt.

  Details:                                                                   

Modell: Hydroschild
Durchfluss: 1700  l/min.
Kupplung: B
Druck: pR 8 bar
Gewicht: 1,5 kg

 


Druckschlauch

Druckschläuche haben die Aufgabe der Wasserweiterleitung. Sie werden vorwiegend bei der Brandbekämpfung verwendet, bei der mit entsprechend kombinierten Strahlrohren Löschmittel abgegeben werden kann. Sie bestehen daher auch aus schwer brennbaren Faserstoffen (Polyester). Druckschläuche haben im Allgemeinen eine flexible Form, das heißt sie lassen sich flach zusammenfalten, wenn sie nicht unter Druck stehen. Dies hat den Vorteil, dass sie sich platzsparend transportieren lassen. Der übliche Betriebsdruck liegt zwischen fünf und zehn bar, der Prüfdruck jedoch bei acht bar bei A- und D-Schläuchen und 12 bar bei B- und C-Schläuchen. Der Zerplatzdruck beträgt 25 bar, d. h. neue Schläuche müssen 24 bar ohne Zerplatzen aushalten. Praktisch platzen fabrikneue Schläuche aber erst bei einem Druck von 50–60 bar.

 

  Details:                                                                                                                                                                       

Modell: Druckschlauch D Druckschlauch C Druckschlauch B
Durchfluss: 100  l/min 500 l / min 1000 l / min
Kupplung: D C B
Druck:  8 bar - 12 bar  12 bar - 24 bar 12 bar - 24 bar

 


Kübelspritze

Die Kübelspritze ist ein tragbares, heute antiquiert anmutendes Kleinlöschgerät mit handbetriebener doppelt wirkender Kolbenpumpe. Sie wird bis heute gelegentlich zu Nachlöscharbeiten oder zum Ablöschen von Kleinbränden verwendet; seitdem die meisten Löschfahrzeuge über eine Schnellangriffseinrichtung verfügen, hat sie jedoch an Bedeutung verloren. Sie besteht aus einem Wasserbehälter, in den eine Handpumpe integriert ist. Der mit einer Kübelspritze erzeugte Wasserstrahl kann sieben bis zehn Meter weit reichen.

 

 
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